Donnerstag, 27. Februar 2020 - 18:30 Uhr
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Bericht: 
Berliner SpinnBar 27.2.20 Themenfeld Bildung für Nachhaltigkeit/nachhaltige Entwicklung Mit dem Input von Julia Seim, die als Referentin beim BMUB tätig ist und Marie Budde, Green Projects einer Berliner Hochschule und Freiberufler*in im Bildungsbereich Green Fashion/ Circular Economy) waren zwei unterschiedliche und wertvolle Perspektiven auf das Arbeitsfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung geboten. Wie in der Diskussion mit den Inputgeber*innen und Teilnehmenden der SpinnBar deutlich wurde kann Bildung für nachhaltige Entwicklung sehr unterschiedlich verstanden werden – und bietet somit je nach Verständnis unterschiedliche Schwerpunkte in den Arbeitsbereichen. Eine Sichtweise ist, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung ist Lernen mit Kopf, Herz und Hand, das Handlungsoptionen auf Konsument*innen, zivilgesellschaftlicher und politischer Ebene aufzeigt. Es überschneidet sich mit Bereichen der politischen Bildung, globalem Lernen und Umweltbildung – es beinhaltet und vereint von all diesen Aspekte. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist im frühkindlichen Bereich (hier ist etwa Haus der kleinen Forscher als ein Akteur zu nennen), Schulbereich bzw non-formale Lernen , Hochschulbildung (bekannt im Bereich Nachhaltigkeit allgemein sind in Deutschland Leuphana Universität Lüneburg und HNE Eberswalde) und in der beruflichen Bildung ein relevantes und mittlerweile auch strukturell verankertes Thema. In Schulen gibt es zwar ein Bewusstsein für die Relevanz, bleibt jedoch häufig eine Nebensache und es werden keine neuen Stellen explizit dafür geschaffen. Seit 2019 gibt es auch eine Koordinierungsstelle in Brandenburg zu Bildung für Nachhaltigkeit. Somit wird das Thema auch öffentlich gefördert und es werden Qualitätsstandards erarbeitet; was auch gerade für Akteure wie Vereine im ländlichen Raum wichtig ist. Auch im Bereich Entwicklungszusammenarbeit wird Bildung für Nachhaltigkeit zu einem Thema, das sowohl in Deutschland als auch anderen Ländern umgesetzt wird. Ein Beispiel dafür ist der Ausbau der Bereichs Bildung bei Brot für die Welt. Größtenteils jedoch sind es befristete Stellen auf Projektdauer beschränkt. Wie im Austausch bei der SpinnBar jedoch auch deutlich wurde, ist jedoch die Zielgruppen zu erreichen, die noch kein/wenig Bewusstsein für Nachhaltigkeit haben. Die Auftaktkonferenz zum UNESCO-Programm „Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)“ wird in Berlin im Juni 2020 stattfinden. Verschiedene Weiterbildungen und Institutionen wurden für Bildungsangebote im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung empfohlen: • Ausbildung zur Berater*in für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen- Kurve Wustrow e.V. • Bildung trifft Entwicklung – für Rückkehrer*innen • Leuphana Hochschule • Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde • Ellen McArthur Foundation -Onlien Kurse im Bereich Circular Economy • Villa Fohrde – für alle Altersstufen mit vielen praktischen Angeboten

Wir laden Euch herzlich zu unserer Berliner Spinn.Bar am Do, 27. Februar 2020 um 18.30 zum Thema Arbeitsfeld Bildung für Nachhaltigkeit/nachhaltige Entwicklung.

Bildung für Nachhaltigkeit/nachhaltige Entwicklung strebt an in formalen als auch non-formalen Bildungskontexten Individuuen zu befähigen die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. In der Schul-und Erwachsenenbildung, in jeder Ausbildungsbranche und an jedem Lehrstuhl bedeutet dies, dass Nachhaltigkeit zunehmend zu einem Querschnittsthema wird. Nachhaltige Bildung steht nicht als Fach, Training, Seminar oder Vortrag für sich allein sondern ist mit (fast) jedem Lebensbereich in Verbindung zu bringen.

Daraus ergibt sich ein breites Arbeitsfeld für Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen in öffentlichen Eirichtungn, größeren und kleinen NGOs und als Freiberufler*innen.

 

 

Zu der SpinnBar werden uns die beiden Inputgeber*innen Julia Seim (BMUB) Marie Budde (Green Office einer Berliner Hochschule und Freiberuflerin) von ihren beruflichen Aufgaben und ihrem beruflicher Weg berichten. Außerdem sprechen wir über welche Ausbildung bzw Studium zu diesem Arbeitsfeld führen (kann), welche Chancen es für Berufseinsteiger*innen und Quereinsteiger*innen gibt und empfehlendwerte Weiterbildungen.

 

Natürlich geht es wie immer neben dem Input darum sich mit den anderen Spinnen-Netz Mitgliedern auszutauschen und zu vernetzen.

Achtung Raumänderung:

Die SpinnBar findet in der Beratungs- und Begegnungsstätte für MigrantInnen Bildungs- und Integrationsprojekt, Schönfließer Str. 7, Berlin Pankow statt. 

Wir freuen uns über Anmeldungen an berlin@spinnen-netz.de. Bringt gerne noch weitere Interessierte mit.

Viele Grüße,

Eva